Den aktuellen Stand zur Planung des Turmbahnhofs am Karower Nordkreuz gibt am besten die Antwort der Senatsverwaltung auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) vom 19.5.2010 wieder. Zitat aus der Antwort des Senats:
"Die Entwurfsplanung für das Bauvorhaben Nordkreuz (a) - Karow ist abgeschlossen. Im Rahmen des Vorhabens ist der zweigleisige Ausbau mit 160 km/h ab Bahnhof Blankenburg (km 8,790) bis Bf Karow (km 11,882) vorgesehen (Nordkreuz-Karower Kreuz 2 [NKK]). Die Planfeststellungsunterlagen sind beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens ist der zweigleisige Ausbau der Strecke für 160 km/h, die Erneuerung von 5 Eisenbahnüberführungen, die 2. Ausbaustufe der Elektrischen Stellwerkstechnik (ESTW)-A Karow sowie umfangreiche Schallschutzmaßnahmen. Die Vorsorgemaßnahmen zur Errichtung eines Turmbahnhofes in Berlin-Karow sind berücksichtigt. Eine Realisierung des Vorhabens NKK2 ist derzeit frühestens ab dem Jahr 2015 vorgesehen."
Unabhängig davon hatte die Pankower SPD-Fraktion am 9.6.2010 beantragt, der Bezirk möge keinerlei begleitende Planungen für den Bau des Turmbahnhofes unterstützen oder durchführen, weil kein ausreichender Bedarf für einen solchen Bahnhof bestehe. Im Verkehrsausschuss und der BVV konnte sie sich damit allerdings nicht durchsetzen. Ohnehin könnte der Bezirk Pankow dieses Vorhaben nur verzögern aber kaum verhindern.
Im November 2009 gab die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erste Details zur Planung des Turmbahnhofs am Karower Kreuz bekannt:
"Nach Durchführung einer „Standardisierten Bewertung“ mit positivem Ergebnis wird eine der letzten Schieneninfrastruktur-Lücken am Karower Kreuz geschlossen. Geplant ist ein sog. Turmbahnhof am Kreuzungspunkt der Stettiner Bahn (Gesundbrunnen - Bernau) mit dem Berliner Außenring (BAR) mit Bahnsteigen sowohl an den beiden S-Bahngleisen als auch an den vier Ferngleisen für den Regionalverkehr. Hierdurch werden Umsteigemöglichkeiten zwischen allen Richtungen geschaffen. Durch die Heranführung einer Buslinie werden weite Teile von Karow erschlossen. Ferner sind Zuwegungen aus allen Quadranten geplant."


